MS-DOS und XENIX auf einem PC

Nun hatte ich also beruflich einen PC von einer Firma, die längst keine PCs mehr baut und der unter XENIX, einem Unix-Derivat lief. Nach Auskunft damaliger Insider, war das der absolute Trend. Und die Datenbank, die darauf lief, konnte strukturierte Informationen über Felder, aber auch Volltext verwalten. Insofern war es Mitte der 80er Jahre trendy. Mühsam lernte ich shell-Befehle, Pfade und Treiberdateien anpassen und so weiter.

Blöd war nur, dass der Rest der Welt um mich herum mehr und mehr mit IBM-kompatiblen PCs arbeitete und ich somit davon abgeschnitten war. Kollegen kamen und gaben mir MS-Word 3.0 Dateien, die ich weiter verarbeiten sollte. Kein Treffer!
Also erhielt ich die Möglichkeit durch meinen Chef, über eine Floppy-Disk, ein MS-DOS-Betriebssystem zu starten und darauf MS-Word zu starten. Heute würde man Dualboot sagen.

Damit war ein professionelles Datenbank-System und eine Schnittstelle zur weiteren Entwicklung vorhanden – der IBM-PC konnte mit seiner Doppelstrategie  seinen Siegeszug fortführen.

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