Mein Abschied vom C64

Eigentlich hatte ich mir den C64 nur für die Abschlussarbeit an der Uni zugelegt. Dies dauerte leider längere Zeit (600 Seiten) und zwang mich bei meinem einmal gewählten System zu bleiben, da Kompatibilität damals noch ein unbezahlbarer Luxus war. Aber ich verfolgte schon den Aufstieg des IBM-PCs, den ich zum ersten mal bei einem operativen Eingriff in einer Zeitungsredaktion sah: er bekam eine Datex-P-Karte eingebaut, damit die Redakteuere per Datenfernübertragung (DFÜ) Informationen recherchieren konnten. In der Redaktion war das damals (1985) der einzige IBM-kompatible PC; der Rest bestand aus dummen Terminals – grüne Schrift auf schwarzem Grund mit hässlichen Datenbankformularen, die damals noch Masken genannt wurden.

Als ich dann wenig später meinen ersten festen Job übernahm, hatte ich die Aufgabe, eine Datenbank aufzubauen, und dafür einen IBM-kompatiblen PC mit 20 MB-Festplatte und Xenix-Betriebssystem zu nutzen. Kostenpunkt: 20.000 DM.

Zu Hause hatte ich noch den C64er, im Büro schon diesen neuen, kleinen Kraftzwerg. Da wurde mir klar: der Brotkasten mit seinem Diskettenlaufwerk, Monitor und Matrixdrucker musste weg!

Ich wollte in die Oberliga mit einem IBM-kompatiblen
Personalcomputer, mit MS-DOS und was weiß ich …
<– was mich da erwartete.

Glücklicherweise fand ich schnell Abnehmer für den ganzen 64er-Kram, dem ich erstaunlicherweise keine einzige Träne nachweinte.

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